Die Peter Habeler Runde


auf den Spuren der Zillertaler Berglegende

Seit seiner Kindheit ist Bergprofessor Peter Habeler eng mit den Zillertaler Alpen verbunden. Fünf Achttausender hat er bezwungen, darunter zusammen mit Reinhold Messner als Erster den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff.

Doch für den berühmten Mayrhofner sind die schönsten Gipfel zuhause im Zillertal. Und so wurde er anlässlich seines 70. Geburtstags Namensgeber der neuen Peter-Habeler-Runde, die seit diesem Sommer die Mayrhofner Bergwelt um einen Höhenweg bereichert.

Die Idee dieses neuen Höhenweges entstand durch das EU-Förderprojekt INTERREG IV–Pfitscherjoch grenzenlos "Erschließung der Potentiale eines grenzübergreifenden Tourismus aufgrund der lokalen Ressourcen". Mitwirkende dieses Projektes sind der Tourismusverein Sterzing, Tourismusverband Wipptal sowie der Tourismusverband Mayrhofen-Hippach.
 

"Mit der Peter Habeler Runde ist nun neben dem Berliner Höhenweg ein weiterer Weitwanderweg,  der auch den westlichen Teil der Zillertaler Alpen mit einschließt, erwanderbar. Bei dieser Wanderung blickt man über die Grenzen in das benachbarte Wipptal und Südtirol", so Prof. Peter Habeler.

 

Die insgesamt ca. 60 Kilometer lange Rundwanderung führt über sechs Hütten mit Distanzen von 3,5 bis 13 Kilometern mit und ohne Gipfelbesteigungen. Die jeweiligen Routen gliedern sich in Gehzeiten von 2,5 bis 8 Stunden mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und führen über leichtes Gelände wie Almwiesen und Schotter sowie über Blockstein, Moränen und Geröll.

 

Der Höhenweg vom Friesenberghaus bis zur Geraer Hütte ist für Peter Habeler eine der schönsten Durchquerungen in den Ostalpen. Nicht umsonst stehen weite Teile dieses Gebiets mit dem Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen seit 1991 unter Schutz.

 

Die herrliche hochalpine Landschaft am Alpenhauptkamm erleben, unterwegs Murmeltieren und Gemsen begegnen, auch das können eindrucksvolle Höhepunkte sein. Und nicht zu vergessen: Die gemütlichen Hütten. Wandern auf den Spuren von Peter Habeler und  sich von der imposanten Zillertaler Bergwelt begeistern lassen.



Peter Habeler Runde

Routenbeschreibung


Ob im oder gegen den Uhrzeigersinn, das Ziel ist die Gipfelumrundung der westlichen Zillertaler Alpen. Als Ausgangsorte stehen die Bergsteigerdörfer Ginzling im Zillertal bzw. St. Jodok mit Schmirn (Toldern und Kasern) und Vals im Wipptal zur Auswahl. Weiters kann man direkt vom Brenner oder vom Pfitschtal, vom Schlegeisspeicher oder von Hintertux aus losgehen.


Alle Talorte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (Bahn bzw. Linienbus).

Auf einer Gesamtstrecke von ca. 56 km und 4.990 hm Aufstieg sowie 4.980 hm Abstieg erreichen wir 6 Schutzhütten in schöner alpiner Landschaft.


  • Geraer Hütte 2.324 m - Tuxerjochhaus 2.316 m
    Wir starten Richtung Norden zum Steinernen Lamm (Nr.527) ein neu errichtetes Teilstück auf diesem Weg führt uns über alte Gletschermoränen durch die vordere Höllwand und weiter zur Kleegrubenscharte, die Kasererscharte und die Frauenwand sind unser letztes Ziel bevor wir über Almböden zum Tuxerjochhaus absteigen. (Gehzeit 4,5 - 5 Stunden)
  • Tuxerjochhaus 2.316 m - Friesenberghaus 2.477 m
    Auf dem Weg (Nr.326) steigen wir kurz ab bis unterhalb der Lärmstange, von dort aus geht es dann Richtung Südosten zum Spannagelhaus 2.531 m, ab hier am Weg (Nr.526) Moränen und Geröll zum höchsten Punkt der Runde die Friesenbergscharte auf 2.911 m. Im Abstieg über mehrere Serpentinen erreichen wir das Friesenberghaus. (Gehzeit 4,5 - 5 Stunden)
  • Friesenberghaus 2.477 m - Olpererhütte 2.389 m
    Vom Friesenberghaus steigen wir kurz ab, vorbei am Friesenbergsee, von dort aus steil über Serpentinen bergauf. Eine kurze Teilstrecke entlang des Berliner Höhenweges (Nr.526) laufen wir leicht absteigend zur Olpererhütte. (Gehzeit 2,5 Stunden)
  • Olpererhütte 2.389 m - Pfitscherjochhaus 2.275 m
    Auf Weg (Nr.502) einen Teil der Neumarkter Runde geht’s bis ins Unterschrammachkar  2.280 m. Nach einem kurzen Anstieg unterhalb des Ameiskopf 2.400 m marschieren wir über einen alten Steig (Nr.528) an Gletscherschliffen vorbei an der Kastenschneid und unterhalb des Stamplkees zum Pfitscherjochhaus. (Gehzeit 3,5 Stunden)
  • Pfitscherjochhaus 2.275 m – Landshuter Europa-Hütte 2.693 m
    Vom Pfitscherjochhaus geht es vorbei an einigen kleinen Seen durch eine karge Steinlandschaft entlang am Landshuter Höhenweg (Nr.3 bzw. Nr.528) in westl. Richtung. Der Weg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und führt uns auf die Friedrichshöhe zur Landshuter Europa-Hütte. (Gehzeit 3 Stunden)
  • Landshuter Europa-Hütte 2.693 m - Geraerhütte 2.324 m
    Ab hier geht es über den Geistbeckweg (Nr.529) zum Sumpfschartl 2.666 m und weiter über die lange Wand in nördlicher Richtung zur inneren Zeischalm bis zum Parkplatz Nockeralm im Talschluß des Naturschutzgebietes Valsertal. Der Aufstieg beginnt am Gasthaus Touristenrast und verläuft entlang des hinteren Valsertales auf einem 2,5 km langen Almenweg (Nr.502) bis zur Talstation der Materialseilbahn. Durch einen schönen Zirbenwald schlängelt sich der flache Weg über viele Serpentinen zur Ochsenhütte, von dort aus in östlicher Richtung über hochalpine Weiden zur Geraerhütte auf 2.324 m. (Gehzeit 6,5 - 7 Stunden)
     

 

Zustiege


zur Peter Habeler Runde

über Ginzling und Hintertux

  

  • Zustieg Ginzling - Friesenberghaus
    Vom Naturparkhaus aus geht es auf rund 1.000 m in Richtung Pfarrkirche, dann auf dem Adlerweg Richtung Rauth. Im Bereich Rauth zweigt man rechts auf den Zustieg zur Pitzenalm ab. Der Weg führt vorbei an der Paschbergalm bis zur Pitzenalm auf 1.871 m Höhe. (Gehzeit 2,5 Stunden) Danach folgt man dem Berliner Höhenweg (Nr.536) in südl. Richtung bis zum Friesenberghaus 2.477 m. (Gehzeit 3 Stunden)
  • Zustieg Breitlahner - Friesenberghaus
    Ausgehend vom Naturparkhaus, wo die Möglichkeit zum Gratis-Parken besteht, erreicht man mit dem Linienbus Breitlahner. Der Ausganspunkt der Wanderung liegt direkt hinter der Mauthütte auf einer Höhe von 1.256 m. Über den Wanderweg (Nr.530) steigt man bis zum Berliner Höhenweg auf, in südl. Richtung dem Weg (Nr.536) folgend bis zum Friesenberghaus 2.477 m. (Gehzeit 3,5 - 4 Stunden)
  • Zustieg Schlegeis - Friesenberghaus
    Startpunkt ist die Dominikushütte auf 1.805 m, man folgt dem Wanderweg (Nr.532) durch einen schönen Zirbenwald vorbei an der Friesenbergalm und wandert weiter zum Friesenberghaus auf 2.477 m. (Gehzeit 3 Stunden)
  • Zustieg Schlegeis - Olpererhütte
    Start beim zweiten Parkplatz (nach Schlegeisrestaurant) durch den Wald folgend dem Wanderweg (Nr.502) erreicht man über Almböden und einige Serpentinen die Olpererhütte auf 2.389 m. (Gehzeit 2 Stunden)
  • Zustieg Hintertux - Tuxerjochhaus oder Hintertux - Friesenberghaus
    Die Auffahrt erfolgt mit der Sommerbergalmbahn. Man folgt dem Weg (Nr.324) und erreicht das Tuxerjochhaus (Gehzeit 1 Stunde), oder man folgt dem Weg links Richtung Spannagelhaus (Nr.326) und geht danach auf dem Weg (Nr.526) über die Friesenbergscharte zum Friesenberghaus. (Gehzeit 4,5 Stunden)

 

über das Wipptal

 

  • Zustieg Vals (Parkplatz Nockeralmen)
    Vom Gasthaus Touristenrast auf Weg (Nr.502) zur Geraer Hütte. (Gehzeit ca. 2,5 - 3 Stunden) bzw. gegen dem Uhrzeigersinn über den Geistbeckweg (Nr.529) zum Sumpfschartl 2.666 m zur Landshuter Europa-Hütte. (Gehzeit 4 - 4,5 Stunden)
  • Zustieg Schmirn-Toldern (Parkplatz Wildlahnertal)
    Auf Weg (Nr.525) über das Steinerne Lamm zur Geraerhütte. (Gehzeit 3,5 - 4 Stunden)
  • Zustieg Schmirn-Kasern (Parkplatz in Obern)
    auf Weg (Nr.324) zum Tuxerjochhaus. (Gehzeit 2,5 - 3 Stunden)
  • Zustieg Schmirn-Kasern-Kleegrubenscharte
    Von Schmirn-Kasern auf Weg Nr. 324 im Kaserer Winkel bis Kleegrubenschate (Weg Nr. 527)

 

über das Pfitschtal

 

  • Zustieg vom Weiler Platz 1.435 m - Landshuter Europa-Hütte 2.693 m
    Von der Häusergruppe Platz (Bushaltestelle) auf Weg (Nr.3A) in vielen Serpentinen zuerst durch Wald, dann über steile Grashänge und Blockhalden in langem Anstieg Richtung Norden gerade empor zur Landshuter Europa-Hütte. (Gehzeit 3,5 Stunden)
  • Zustieg von St. Jakob (Innerpfitsch) 1.446 m - Landshuter Europa-Hütte 2.693 m
    Am Dorfende von St. Jakob (östlich) führt links vom Nagler Bach der Weg (Nr.3B) anfangs auf einem Traktorweg, später auf schmalem Waldweg und Almböden zur Beilsteinalm. Von dort über grasdurchsetztes Blockwerk erreicht man den Landshuter Höhenweg (Tiroler Höhenweg). Ab hier auf dem Weg (Nr.3) Richtung Westen zur Landshuter Europa-Hütte. (Gehzeit 3,5 - 4 Stunden)
  • Zustieg über Stein - Pfitscherjochhaus - Landshuter Europa-Hütte
    Von Sterzing aus ins Pfitschtal geht es bis unter den Weiler Stein, auf der nicht asphaltierten Pfitscherjochstraße vier Kilometer hinauf bis zum Parkplatz an der vierten Kehre 1806 m (ab da Fahrverbot). Von dort aus geht es auf dem gleich nach der Kehre beginnenden Weg (Nr.4) hinauf zum Pfitscherjoch bzw. zum gleichnamigen Schutzhaus 2.275 m. (Gehzeit 1 - 1,5 Stunden) Vom Weg (Nr.4) kann man nach rechts abbiegen auf den Weg (Nr.4A) auf einer Höhe von 2.340 m erreicht man den Landshuter Höhenweg (Nr.3) in westl. Richtung zur Landshuter Europa-Hütte. (Gehzeit ca. 2,5 - 3 Stunden)

 

über den Brennerpass 
 

 

Parkplätze


an den verschiedenen Zustiegsstellen

PARKPLÄTZE SÜDTIROL:

  • 4. Kehre Pfitscher-Joch-Straße
  • St. Jakob Feuerwehrhalle
  • Sportzone Grube

 

PARKPLÄTZE WIPPTAL:

  • Toldern Wildlahnertal
  • Alpengasthaus Kasern
  • Vals Nockeralmen (nähe Touristenrast)
  • Brennersee

 

PARKPLÄTZE ZILLERTAL:

  • Schlegeis Stausee
  • Gasthaus Breitlahner
  • Naturparkhaus Ginzling
  • Hintertuxer Gletscherbahnen
     

Hard Facts:

 

  • Streckenlänge: 56,1 km
  • Aufstieg: 4.230,00 m Minimale Höhe: 1.345,00 m
  • Abstieg: 4.230,00 m Maximale Höhe: 2.910,00 m

 


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© Bernd Ritschel  

Tourenbeschreibung bzw. Infos zu den verschiedenen Zustiegen